Veranstaltung: Das Haus, die Blume und das Mädchen
Ausstellung

Das Haus, die Blume und das Mädchen

Von äußeren und inneren Räumen - Bilder und Zeichnungen von Justina Tomanek

Die vorwiegend kleinformatigen Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Justina Tomanek stellen den Menschen in dessen alltäglichen und in besonderen Lebensräumen dar.

Es sind Räume, Landschaften und Orte mit unterschiedlich intensivem persönlichem Bezug. Diese werden wahrgenommen, auswählt und weiter entwickelt wurden. Die Atmosphäre der dargestellten Orte ist meist traumhaft und unwirklich. Extreme Farbigkeit und drastische Lichtverhältnisse sind ein wichtiges Stilmittel. Hell- Dunkel, vertraut-überraschend, sinnlich-streng sind Polaritäten, die sich durch das gesamte Werk durchziehen.

An der Schwelle zwischen zwei Räumen Häuser werden von innen und von außen betrachtet. Räume werden betreten, Ecken und Winkel ausgeleuchtet, dann wieder verlassen. Die Figuren scheinen sich darin zurecht finden zu wollen. Manche von ihnen befinden sich an der Schwelle zwischen zwei Räumen. Andere stecken mitten in einem Handlungsablauf. Das Gewöhnliche gleitet über in das Ungewöhnliche.

Die ProtagonistInnen (meist handelt es sich um Frauen) scheinen eine Aufgabe erfüllen zu müssen. Manchmal haben sie seltsame Begleiter an ihrer Seite, nicht selten Requisiten. In den Räumen stoßen die Figuren auf Hinweise auf andere Räume nebenan, darunter und drüber. Wir sehen zwar jeweils nur eine Momentaufnahme dieser Handlungen, doch können wir dank unserer Vorstellungskraft die dargestellten Szenen fortführen. Die angedeuteten Räume nebenan können wir nur erahnen.

Die so entstandene neue Realität, eine Parallelwelt, muss noch auf deren Funktion untersucht werden. Einen Hinweis könnten die Bildtitel geben. Diese fallen jedoch eher sachlich aus. Der Titel der gesamten Ausstellung dagegen klingt romantisch: „Das Haus, die Blume und das Mädchen“ Eine Aufzählung des im Bild Sichtbaren, kann als Anleitung verstanden werden, die ausgestellten Bilder auf eine unmittelbare Art wahrzunehmen und die angedeuteten Geschichten fortzuführen.

Die Künstlerin Justina Tomanek, Jahrgang 1974, erlernte zuerst den Beruf der Keramikerin. In ihrer künstlerischen Arbeit befasst sie sich unter anderem mit der menschlichen Existenz in verschiedenen Räumen und mit innerer Heimat. Ihre Affinität zum plastischen Gestalten zeichnet sich im Räumlichen und in der körperlichen Präsenz der Bildinhalte ab. Ähnlich wie die Surrealisten nutzt sie unter anderem Traumsequenzen als Quelle künstlerischer Eingebung bei der Suche nach der eigenen Wirklichkeit. Die so entstehende Parallelwelt, bestehend aus Innen- und Außenräumen, Landschaften und Orten von unwirklicher Atmosphäre und extremer Farbigkeit, hat meistens einen biographischen Bezug. Derzeit lebt und arbeitet sie als Kunsttherapeutin, Ergotherapeutin und Künstlerin in München.

Galerie

Informationen

Dauer: -
Schlagworte: #Ausstellung

Mohr-Villa

Ort:Situlistraße 75, München-Freimann
Telefon:089 324 32 64
E-Mail:

Kontaktdaten Künstler*in

Justina Tomanek,
T 0176 43048492 / 089 30791902

Plakat zur Veranstaltung: Das Haus, die Blume und das Mädchen